Eigenheim Hausbau

Keller bauenEin großer Vorteil, den der Hausbau im Vergleich zum Hauskauf mit sich bringt, ist die Vielzahl der Gestaltungsmöglichkeiten. Wer die Möglichkeit hat, sollte grundsätzlich mit Keller bauen, da dieser später Platz für die ganzen Dinge bietet, die sich im Laufe des Lebens so ansammeln. Schon seit vielen Jahren wird der Keller nicht mehr ausschließlich für die Lagerung von Lebensmitteln genutzt. Heute kann ein Keller für viele Dinge genutzt werden. Seine Verwendung sollte allerdings schon während der Planungsphase geklärt werden.

 

Die Kellervarianten

Es gibt eine Vielzahl von Kellervarianten, die allesamt vorher gründlich gegeneinander abgewogen werden sollten. Soll es sich beispielsweise um einen Nutzkeller oder einen Wohnkeller handeln? Wenn später einmal Hobbyräume im unteren Hausbereich entstehen sollen, so bietet sich ein Wohnkeller an, da dieser auch entsprechend geheizt und gedämmt und seine Raumhöhe entsprechend angepasst werden muss. Bei einem Nutzkeller hingegen ist die Frage nach der Heizung zweitrangig.

Hinsichtlich der Bauart werden Keller in diese Varianten unterschieden:

  • Mauerwerkskeller
    Der Mauerwerkskeller ist ein einfaches Kellermodell und kann somit selbst hergestellt werden, sofern genug handwerkliches Know-how vorhanden ist sowie korrekt und sehr sorgfältig gearbeitet wird. Hierbei müssen die Außenwände des Kellermauerwerks mit einer Bitumenschicht bestrichen werden, um das Regenwasser am Eindringen in das Außenmauern zu hindern. Mauerwerkskeller bieten dem Wasser ohne diese Schutzschicht sehr viele Zugangsmöglichkeiten, daher muss hier professionell gearbeitet werden. Wegen der Farbe des Bitumenanstrichs werden Mauerwerkskeller auch "Schwarze Wanne" genannt.

  • Betonkeller
    Auf Bauplätzen mit drückendem Wasser sind Betonkeller erste Wahl. Hierbei kann der Bauherr entscheiden, ob er die Wände in Fertigteilen oder als Vor-Ort-Errichtung haben möchte. Fertigbauteile bieten den Vorteil, dass diese sehr schnell errichtet werden können. Ein Betonkeller muss fachgerecht hergestellt werden, um dauerhaft wasserdicht zu sein. Deshalb ist dringend davon abzuraten, ihn in Eigenarbeit herzustellen. Betonkeller sind im Gegensatz zu Mauerwerkskellern nicht atmungsaktiv und müssen immer wieder gelüftet werden, um Schimmelbildung zu verhindern. Das Material verfügt außerdem über eine sehr schlechte Wärmedämmung, sodass entsprechend der vorgesehenen Nutzung eine passende Dämmung angebracht werden muss. Aufgrund der hellen Färbung des Betons wird diese Kellervariante auch als "Weiße Wanne" bezeichnet.
    Eine sog. "Braune Wanne" ist eine Variante der "Weißen Wanne": Um eine noch höhere Dichtigkeit zu erreichen, werden alle Außenwände des Kellers mit Bahnen abgedichtet, die aus sehr quellfähigen Tonmineralen, dem Bentonit, bestehen und eine bräunliche Farbe haben.

Wer sich vor seiner Entscheidung nochmals eingehend mit der Materie auseinandersetzen möchte, kann sich auf www.keller-bauen.com sehr viele nützliche Informationen finden.

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