Eigenheim Hausbau

Haus mit GarageAls sicherer Unterstand für Auto oder Motorrad ist eine Garage immer noch der beste Platz. Hier sind die Fahrzeuge sicher vor Wind und Wetter und zudem vor Diebstahl geschützt. Eine eigene Garage hat viele Vorteile. Deshalb denken nicht nur Hauseigentümer über ihren Bau nach. Neben den verschiedenen Bauarten gibt es noch einige andere Dinge zu beachten, bevor das Auto sicher untergestellt werden kann.

 

Genehmigungen, Baurecht, Grenzbebauung

In fast jedem Bundesland muss der Bau einer Garage vom Bauamt genehmigt werden. Ausnahmen gibt es, wenn die Garage eine bestimmte Größe nicht überschreitet. Das können je nach Bundesland zwischen 30 und 50 m² Fläche sein. Bei einer Grenzbebauung sollte eine mittlere Höhe von 3 m nicht überschritten werden. Bei Unklarheiten ist es ratsam, Auskünfte von den zuständigen Stadtplanungs- und Bauämtern einzuholen. Ist ein Bauantrag notwendig, müssen die benötigten Unterlagen wie die Grundlagenermittlung, der Bauplan und die wahrscheinlichen Kosten vor Baubeginn bei der zuständigen Baubehörde eingereicht werden. Bei Fertiggaragen sind der Bauplan und die statischen Berechnungen meist schon im Kaufpreis enthalten, sodass die erforderlichen Unterlagen ohne zusätzliche Kosten für einen Architekten, Handwerksmeister oder Bauingenieur vorgelegt werden können.

 

Die gemauerte Garage

Die gemauerte Garage ist zwar robust, langlebig und sehr stabil, erfordert aber einen großen Aufwand bei der Herstellung. Fast immer ist für die gemauerte Garage auch eine Baugenehmigung notwendig, die von einem Fachmann erstellt werden muss und mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Von der statischen Berechnung bis zu den Kosten für Material und Handwerker können mehrere tausend Euro zusammenkommen. Außerdem benötigt eine gemauerte Garage ein gutes Fundament.
Die Gestaltungsmöglichkeiten vom Fenster bis zum Dach sind im Rahmen der Bauvorschriften allerdings relativ groß. Wer selbst Handwerker ist und viele Arbeiten in Eigenregie übernehmen kann, ist mit einer gemauerten Garage sicher gut beraten. Nachteilig sind die insgesamt recht lange Bauzeit und die zum Teil recht hohen Kosten für das benötigte Material und die Handwerker.

 

Garagen aus Beton

Auch bei Fertigteilgaragen aus Beton ist das stabile Fundament die Grundvoraussetzung für den Aufbau. Die Betongarage selbst wird als Fertigbauteil geliefert und ist innerhalb weniger Stunden am vorgesehenen Platz aufgestellt. Zudem muss die Zufahrt für LKWs befahrbar sein, denn die Betongarage wird meist mit einem Kran gesetzt. Außer der Bodenplatte muss praktisch nichts selbst gemacht werden, denn die Garagen sind sofort nutzbar. Das spart Zeit und Arbeitsaufwand. Einzig die Zufahrt muss garantiert sein. Auch hier wird die erforderliche Baugenehmigung gleich mitgeliefert, und auch Aufbau und Lieferung sind im Preis enthalten. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind zwar nicht ganz so vielfältig wie bei einer gemauerten Garage, doch auch bei Beton-Garagen kann zwischen unterschiedlichen Varianten sowie Doppel- oder Mehrfachgaragen gewählt werden. Garagen aus Beton sind schnell aufgebaut, sehr stabil und robust und je nach Ausführung preisgünstiger als gemauerte Garagen.

 

Blechgarage

Im Gegensatz zu anderen Garagen benötigen Blechgaragen nicht zwangsläufig ein Betonfundament. Sie sind sehr leicht und können auch auf einer ebenen Fläche aus Pflastersteinen, Kies oder sogar Rasen aufgestellt werden. Dazu werden jeweils nur die Ecken auf stabilen Betonplatten gelagert. Ebenso unkompliziert sind die Lieferung und der Aufbau. Eine befestigte Zufahrt ist praktisch nicht notwendig. Eine Blechgarage hat zwar nur ein relativ niedriges Eigengewicht, ist aber nicht sehr robust. Defekte Blechplatten lassen sich jedoch leicht ersetzen. Je nach Qualität muss das Blech auch nach einiger Zeit mit Farbe behandelt werden, um ein Rosten zu vermeiden. Dennoch sind Blechgaragen überall dort von Vorteil, wo schnell und unkompliziert eine Garage oder ein anderer abschließbarer Unterstand benötigt wird.

 

Stahlgarage

Ebenso unkompliziert ist der Aufbau von Stahlgaragen. Diese können auf fast jedem Untergrund aufgebaut werden. Sie benötigen keine befestigten Zufahrtswege für Kran oder LKW, da sie auch manuell transportiert werden können. Auch ein Betonfundament ist nicht erforderlich. Ihre Vorteile sind neben dem schnellen Aufbau und der langen Lebensdauer auch ihre Vielseitigkeit und das massive Äußere. Die Außenwand ist auch verputzt erhältlich und sieht deshalb der gemauerten Garage ähnlich. Auch eine Garage aus Stahl muss nicht auf Strom, Licht und Steckdosen verzichten, denn das alles kann nachträglich eingebaut werden oder ist schon vorhanden.

 

Das Auto ist allgegenwärtig. Deshalb ist die Errichtung eines Stellplatzes oder einer Garage bei jedem Bauvorhaben obligatorisch. In vielen Städten sind Bauherren sogar verpflichtet, eine bestimmte Zahl von Pkw-Stellplätzen zu bauen, unabhängig davon, ob die künftigen Bewohner eines Eigenheims tatsächlich Besitzer eines Autos sind oder nicht. Es liegt deshalb nahe, aus der Not eine Tugend zu machen und die Garage von Anfang an einzuplanen. Ihr Bauberater kann Ihnen dazu einige gute Tipps geben, denn die Garage ist weit mehr als nur der Abstellplatz für ein Kraftfahrzeug. Sie kann auch als Aufbewahrungsort für eine ganze Reihe nützlicher Dinge genutzt werden, die zwar jeder Hausbesitzer gelegentlich braucht, die er aber nicht unbedingt im Haus haben möchte. Das können Haushaltsgegenstände wie eine Wäschespinne aber auch Autozubehör wie beispielsweise die Winterreifen sein. Und wer gern am Auto schraubt, braucht sowohl Werkzeug als auch einen Raum zum Arbeiten. Das alles muss sinnvoll untergebracht werden – der Hausbauberater weiß aus eigener Erfahrung, dass eine Garage nie zu groß geplant werden kann.

 

Diese Hinweise kann Ihnen Ihr Bauberater zu Ihrer Garage geben:

  • Bei Regenwetter trocknet das Auto in der Garage, und die Luftfeuchtigkeit muss nach draußen abgeführt werden können, damit es nicht rostet.
  • Im Winter ist es eventuell voller Schnee, und das Schmelzwasser steht auf dem Garagenboden – auch das ist ein Umstand, an den mancher Bauherr nicht denkt, den der Bauberater aber berücksichtigt.
  • Von der automatischen Öffnung des Garagentores bis zur Diebstahlsicherung bei Garagenfenstern kann der Bauberater nützliche Hinweise geben.
  • Wenn der Bauwunsch konkreter wird, sind auch Informationen über Preise wichtig. So lässt sich leichter erkennen, welche Vorstellungen erfüllt werden können und wo es wohl besser wäre, auf etwas zu verzichten.

 

Diese Fragen sollten vor dem Bau einer Garage erörtert werden:

  • Soll die Garage in das Haus integriert werden?
    Das ist zwar teurer, bietet aber Vorteile, beispielsweise die Möglichkeit, trockenen Fußes von der Garage ins Haus zu kommen.

  • Soll die Garage kostengünstig sein?
    Dann könnte eine Fertiggarage die richtige Lösung sein.

  • Welche Dachform passt zum Haus?
    Garagen lassen sich architektonisch an die Architektur des Hauses anpassen.

  • Wäre eine Doppelgarage sinnvoll, und reicht der Platz dazu aus?
    Doppelgaragen bieten viel Platz, und in vielen Fällen kann eine Doppelgarage ein optimaler Kellerersatz sein.

  • Darf die Garage an die Grundstücksgrenze gebaut werden, welcher Abstand zur Straße ist einzuhalten? Gibt es noch andere Vorschriften aus dem Baurecht?
    Für den Bau einer Garage gelten Regeln, die im Nachbarrecht gereregelt sind. Bitte wenden Sie sich an Ihr örtliches Bauamt.

  • Welche Vorschriften, beispielsweise bei feuergefährlichen Treibstoffen, sind bei der Garage zu beachten?
    Oft genügt ein alter öliger Putzlappen, um einen Brand auszulösen.

Bei allen Fragen hilft Ihnen einer unserer Hausbauberater gern. Er kann, sobald er die näheren Umstände kennt, gute Vorschläge machen.

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