Eigenheim Hausbau

Bevor das Eigenheim gebaut werden kann, müssen zunächst einmal die Wünsche und die Möglichkeiten gegeneinander abgewogen werden. Niemand kann Luftschlösser bauen. 

Grundstück, Baugröße und Komfort richten sich nach den finanziellen Möglichkeiten. Bei einer Baufinanzierung ist es wichtig, zunächst einmal den Finanzierungsbedarf festzustellen, um dann weitere Schritte zu unternehmen. Außerdem muss die monatliche Belastbarkeit abgecheckt werden. Welche Beträge können hier regelmäßig gezahlt werden, ohne dass die Familie an die Grenze gehen muss und keine Mittel für andere Dinge mehr da sind. Sinnvoll ist es, den monatlichen Sparbetrag der vergangenen Jahre plus der Miete, die ja künftig gespart wird, anzusetzen. Letztlich müssen die Einnahmen und die Ausgaben gegeneinander gerechnet werden. Als Einnahmen gelten die Einkünfte der einzelnen Familienmitglieder. Dabei ist zwischen regelmäßigen Einkünften und gelegentlichen Einnahmen zu unterscheiden. Die Kosten für Lebensmittel und Kleidung, aber auch für Energie sowie Versicherungen, Sprit und Unterhaltung zählen hingegen zu den Ausgaben. Hierfür empfehlen wir Ihnen den Haushaltsrechner, den Sie hier finden: baufinanzierungsberatung.com

 

Die Nebenkosten beim Hausbau bei der Baufinanzierung berücksichtigen

Beim Hausbau ist außerdem zu berücksichtigen, dass sich der Finanzierungsbedarf nicht nur aus den Baukosten (Kosten für den Hausbau), sondern aus den benötigten Gesamtkosten (Baunebenkosten) ergibt. Zu berücksichtigen sind in diesen Kosten unter anderem der Kaufpreis für das Grundstück, die Maklergebühren, die Baukosten, die Vermessungskosten und die Erschließungskosten.
Tipp: Weitere Informationen zu Baukosten und Baunebenkosten finden Sie auf www.zbo.de.

 

Das Eigenkapital für die Baufinanzierung

Beim Eigenkapital ist zu bedenken, dass möglichst ein Drittel der Baukosten aus dem Eigenkapital bezahlt werden kann. Gelingt das nicht, wird auch die Zinsbelastung höher und die Finanzierung gerät in Schieflage. Schlimmstenfalls scheitert das Bauvorhaben und es bleiben sogar noch Schulden auf der Immobilie. Ist aber genügend Eigenkapital vorhanden, dann können auch die Möglichkeiten der Finanzierung in Angriff genommen werden. Es gibt verschiedene Finanzierungsformen, um einen Kredit aufzunehmen. Sinnvoll sind die klassische Baufinanzierung als Hypothekendarlehen und, wenn bereits ein Bausparvertrag zuteilungsreif ist, auch Bausparverträge.

 

Die Fördermöglichkeiten für die Baufinanzierung

Zur Baufinanzierung können auch Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) genutzt werden. Wohl am bekanntesten ist hierbei das KfW-Förderprogramm "Energieeffizient Bauen". Um allerdings hier Fördermittel zu bekommen, sind hohe Anforderungen an die Energieeffizienz eines Hauses zu erfüllen. Beim diesem Programm ist es notwendig, dass die dort zugelassenen Höchstwerte des Jahresprimärenergiebedarfs und des Transmissionswärmeverlusts der Gebäudehülle eingehalten werden. Eine Förderung ist beim Hausbau oder auch dem ersten Erwerb von Gebäuden für Wohnzwecke möglich. Aber auch bei Bauten, die zu Wohngebäuden umgebaut werden oder Pflegeheimen kann eine Förderung erfolgen. Dabei ist zwischen verschiedenen Förderstufen zu unterscheiden:

Beim KfW-Effizienzhaus 55 darf der Verlust der Transmissionswärme nur bei 70 % eines vergleichbaren Referenzgebäudes liegen, der Jahres-Primärenergieverbrauch ist auf 55 % beschränkt. Soll der Standard eines KfW-Effizienzhauses 40 erreicht werden, sind der Transmissionswärmeverlust auf 55 % und der Jahres-Primärenergiebedarf auf 40 % gegenüber einem Referenzhaus begrenzt. Das höchste energetische Niveau wird mit dem KfW-Effizienzhaus 40 Plus erreicht: Zusätzlich zu den Anforderungen, die bereits an das Effizienzhaus 40 gestellt werden, ist hier noch ein Technikpaket vorgesehen. Der Anreiz, sich für solch ein energetisch hochwertiges Haus zu entscheiden, ist da: Die höchstmögliche Kreditsumme liegt pro Wohneinheit bei 100.000 €, der Tilgungszuschuss beträgt gestaffelt nach dem erreichten energetischen Niveau zwischen 5 % oder maximal 5.000 € für ein KfW-Haus 55 und 15 % oder maximal 15.000 € für ein Effizienzhaus 40 Plus. Er wird von der Kreditsumme abgezogen, sobald das Bauprojekt beendet worden ist.
Tipp: Sie finden auf www.baufinanzierungsberatung.com ausführliche Informationen über die Kreditprogramme der KfW.

 

Die Wohneigentumsprogramme der Bundesländer

Die Bundesländer schütten die öffentlichen Mittel ganz unterschiedlich aus, wenn es um Fördermittel für Bauvorhaben geht. Mit Ausnahme des Landes Bremen, das bereits vor einigen Jahren alle unterstützenden finanziellen Aktivitäten in diesem Bereich eingestellt hat, kümmern sich alle Bundesländer um die Förderung des privaten Wohneigentums. Die Mehrzahl von ihnen setzt dabei auf soziale Kriterien: Familien sind fast immer unter den Begünstigten, aber auch Geringverdiener oder Schwerbehinderte. Viele Landesregierungen unterstützen auch das Erreichen der Klimaziele und honorieren den Eigenheimbau unter Einhaltung hoher energetischer Standards. Eine kleine Gruppe der Bundesländer hat auch diejenigen Bürger im Blick, deren Wohneigentum durch schwere Naturkatastrophen in den letzten Jahren stark beschädigt oder sogar zerstört wurde: In diesen Fällen werden zinsgünstige Kredite oder auch hohe Zuschüsse gewährt.
Einen Rechtsanspruch auf mögliche Fördermittel gibt es nicht. Wichtig für eine Bewilligung ist, dass der Antrag noch vor dem Start der Baumaßnahme gestellt wird.

Unter Wohnungsbauförderung der Bundesländer wird konkret auf den Umfang der Förderungen in den einzelnen Bundesländern eingegangen.

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